Au Pair USA – Die Vielfalt Amerikas

Kaum ein anderes Land verbindet so viele verschiedene Kulturen miteinander. In den knapp 50 Staaten der USA leben viele Nationalitäten: Einwanderer aus Deutschland, Frankreich und vielen anderen Ländern und Indianer in ihren Reservaten sind für den exotischen und durchaus interessanten Mix der Kulturen Amerikas verantwortlich. Für das unterschiedliche Klima sind durchziehende Hoch- und Tiefdruckgebiete, die enorme Ausdehnung und die Vielfalt der Landschaftsformen verantwortlich. Genießen Urlauber und Bewohner in Hawaii ein gleichbleibendes Tropenklima, ist es in Kalifornien eher mediterran. Milde Winter, warme und trockene Sommer machen diesen Staat zu einem beliebten Wohn- und Reiseort. Und last but not least: Hollywood – das Zentrum der amerikanischen Filmgeschichte, Sprungbrett für Stars und Sternchen.
All dies steht für Amerika, all dies macht Amerika zu dem, was es ist.

Was macht Amerika und seine Bewohner so besonders?

Amerikaner sind, im Gegensatz zu uns Deutschen, lockerer, lebensfroher – einfach cooler drauf. Die Menschen respektieren sich untereinander, Missgunst und Neid sind eher selten. Die Amerikaner streben nach einem gewissen Wohlstand, irdischem Glück und lieben das Leben. Die Familie und die gemeinsamen Feste stehen im Vordergrund, nicht nur im Kreise der Familie, sondern mit Freunden, Bekannten und der Nachbarschaft. Gastfreundschaft und die Zusammenkunft der Familie werden in Amerika großgeschrieben. Feste wie Thanksgiving, Halloween, Weihnachten und Independence Day werden richtiggehend im Kreise der Familie „zelebriert“. Und dieser Lebensstil ist es, was den „American Way of Life“ ausmacht.

Amerikaner denken positiv – mit dem Motto „think positive“ verfolgen diese Menschen ihren Weg, privat und beruflich. Doch es gibt noch etwas, was Amerika und die Bewohner so besonders macht. Man kann es als „typisch american“ bezeichnen.

Anderes Land – Andere Sitten

Die Amerikaner sind den Deutschen von ihrer Kultur her,  im Gegensatz zu anderen Kulturen, doch recht ähnlich. Trotzdem gibt es einige Gebiete, auf denen sie sich von uns unterscheiden. Da ist es gar nicht mal so schlecht, wenn man sich vorher mit den Unterschieden auseinandersetzt, damit man nicht negativ auffällt. Hier haben wir deshalb ein paar Benimmregeln formuliert, die dir helfen sollen, nicht ins Fettnäpfchen zu treten:

Allgemeine Benimmregeln

  • Wenn du in Amerika ins Restaurant gehst, um dort zu essen, warte bis jemand kommt und dir einen Platz zuweist.
  • Die Kellner in Amerika leben von ihrem Trinkgeld, da die Löhne sehr gering sind. Deswegen ist es normal noch einmal 15% bis 20% als Trinkgeld zu geben. Trinkgeld geben Amerikaner generell sehr gerne beziehungsweise ist das Geben normal für sie. Manchmal wirdauf der Rechnung bereits vermerkt, dass Trinkgeld schon mit eingerechnet wurde (service included). Dann brauchst du kein Trinkgeld extra geben.
  • Wenn du von der Polizei angehalten wirst, steig nicht sofort aus dem Auto, sondern erst, wenn sie es dir zu verstehen geben. Alles andere könnten sie als Drohung auffassen. Am besten du verhältst dich ruhig und lässt die Hände am Lenkrad.
  • Vordrängeln wird nicht gern gesehen, es zählt zu den absoluten No-go’s.
  • Wer eine Toilette sucht, fragt nach „restrooms“. Der Ausdruck „toilet“ gilt als vulgär.
  • Alkoholkonsum wird in Amerika in der Öffentlichkeit nicht gern gesehen und ist generell fast überall verboten. Alkohol wird zudem auch erst an Menschen verkauft, die über 21 Jahre alt sind. Auch solltest du aufpassen, dass du Alkohol nicht sichtbar mit dir herumträgst. Daher wird Alkohl auch meist in blickdichten Tüten transportiert.
  • Wenn du gern in die Sauna gehst: Lasse deine Badesachen ja an. Nackt sein in der Sauna kann bei Männern sogar bis zur Anzeige führen wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses.
  • Auch Überraschungsbesuche sind nicht das, was Amerikaner mögen. Deshalb am besten vorher anrufen.
  • Frauen sollten nicht mit „Miss“ angeredet werden. Das klingt so wie bei uns „Fräulein“.
  • In Amerika wird sich bedankt. Immer und überall.
  • Auch Höflichkeitsfloskeln fließen häufig ins Gespräch mit ein. So wird oft gesagt „How do you do?!“. Hier wird keine Antwort erwartet. Genauso ist es bei „Hi, how are you?“, was in den USA verwendet wird, wie bei uns etwas wie „Na, alles klar?“. Grundsätzlich beantwortet man diese Frage nicht sondern antwortet ebenfalls mit der Gegenfrage „How are you?“.
  • Rauchen ist in der USA in der Öffentlichkeit fast überall verboten.
  • Beim Kennenlernen ist es üblich „Nice to meet you“ zu sagen und sich am Ende mit „Hope we’ll meet again“ zu sagen.

Benimmregeln in einer Gastfamilie

Wenn du folgendes beachtest, wirst du dich bald wie Zuhause fühlen

  • Sei tolerant und offen.
  • Versuche nicht deine Gastfamilie zu ändern, sondern sie zu akzeptieren und dich zu integrieren. Auch wenn manches dir vielleicht am Anfang schwerfällt. (Denke immer daran, du bist der Gast!)
  • Rede mit ihnen, wenn es Probleme gibt.
  • Sei pünktlich oder ruf an, wenn es später wird.
  • Biete deine Hilfe an und bedanke dich immer, wenn dir jemand einen Gefallen tut. (Besser einmal zu viel als zu wenig.)
  • Bring ein Gastgeschenk mit. Vielleicht eine Flasche Wein aus der Heimat oder richtig schön deutsches Bier. Es gibt mittlerweile auch viele regionale Bücher (vor allem Kochbücher) die in die englische Sprache übersetzt wurden. So bringst du ein Stück Kultur näher.
  • Halte dich an die Regeln deiner Gastfamilie.
  • Was ganz wichtig ist: Kinder dürfen je nach Alter nicht lange unbeaufsichtigt gelassen werden. Kinder unter acht Jahren dürfen nie allein gelassen werden. Schließe nie die Tür des Raumes in dem die Kinder spielen oder ähnliches.
  • Kinder dürfen auch nicht allein im Auto gelassen werden

 Quelle: http://www.work-and-travel-usa.de